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Datum: 2003-08-29 Schreiber: frank
1277 km in 2 tagen
Durch Zufall treffe ich auf eure Seite . Echt spitze.
Ich besitze einen Lomax 223 in Rot,den ich aus seinem Winterschlaf geholt habe. Letztes Wochenende fuhren meine Freundin und ich seit 4 jahren das erste mal (der Wagen war solange eingemottet) die erste Tour seit dieser Zeit.
Es ging vom Schwarzwald wo wir wohnen, über Schaffhausen (Schweiz) nach Zürich von dort aus über Luzern nach Andermatt wo wir mit unsererer Zweimannvilla (Bikerzelt) übernachteten.
Am nächsten Morgen ging es ans bezahlen, da die nette Frau aber nicht wußte ob der Lomax ein Motorrad oder ein Auto ist (Autos kosteten 4 Euro Parkgebühr Motorräder 2) sagte ich einfach es sei ein Motorrad das es in Deutschland neu auf dem Markt gibt. Schon war die Sache klar und ich bezahlte nur noch 2 Euro.
Weiter ging es über das Furkajoch, wo der Lomax ohne Probleme den doch etwas anstrengenden Aufstieg locker vertrug. Oben angekommen (ca 2450m Höhe) wurden wir gleich von Scharen Menschen umrungen und das schöne von allem waren die alten Hasen, die natürlich gleich sagten es wäre ein Morgan Baujahr 1936 . Ich lies sie bei Ihrem glauben, bis einer fragte warum ich keine H Nummer habe, darauf erwiederte ich einfach ist mir zu blöd und so schmunzelte ich über die doch so erfahrenen Herren, bei denen einer besser wußte als der andere wie die Geschichte des Morgan zustande kam.
Als ich mich dann nach einer Weile verabschiedete, machte ich klaren Tisch und wollte die doch besserwissenden Herren aufklären, dass es sich um einen Lomax handelt und dieses Fahrzeug von mir selbst gebaut wurde.
Die Augen waren groß aber voller Freude ein doch so schönes Fahrzeug zu sehen. Weiter ging es über Sion nach Martigny und über den col de Forclaz nach Schamonix. Dort angekommen erst mal ne Ehrenrunde drehen (mind.4 Mal am Tag) wobei wier bestaunt und bewundert wurden, selbst die dortige Polizei war derart begeistert, dass sie extra den Laufenden Verkehr anhielten um uns freie Fahrt zu gewähren.
Franzosen wußten zum größten Teil das es sich um einen Ex 2 CV handelte, also war man dort doch nicht so arg am erklären zum zigtausendstenmal, das es ne Ente ist, oder war.
Der Rückweg verlief auch grandios, bis auf das eine mal, als Abblendlicht nicht mehr ging. Das war aber schnell behoben, da ja unterhalb vom Lichtschalter die Schraube nur locker war.
Ansonsten fuhren wir mit vielerlei neidischer Gesichter recht zügig nach Deutschland zurück, wobei wir kurz vor der Grenze noch einen toten Igel versehentlich beim rückwärtsfahren überrollten, das Ergebnis kam drei Tage später: Plattfuss Dank Igelborsten.
Ansonsten ist der Lomax ein sehr sehr zuverlässiger Wagen, mit dem wir sehr gern solche Marathonstrecken unternehmen. Wenn man von dem schmerzenden Hintern absieht, ist es ein klasse Fahrzeug mit dem man gerade in der Schweiz und in Frankreich sehr umjubelt wird. Die Deutschen sind da etwas sturer.
Allseits gute Fahrt Frank
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