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Datum: 2005-02-08
Das erste Lomax-Treffen in Deutschland
Erlebt und erzählt von Rose und Thomas Bopp
Unser erstes Lomaxtreffen oder 10 Jahre Lomax-Club.
Bereits Mitte 2004 hatte ich das Gefühl irgendetwas vergessen zu haben. Doch mit zunehmendem Alter wollte es einfach nicht mehr aus meinem Hirn kommen. Als ich vor Weihnachten mit dem packen von Geschenken beschäftigt war viel es mir wieder ein wir hatten ja vor 10 Jahren das erste Lomaxtreffen somit dachte ich mir es würde sich doch lohnen für diesen Anlass eine kleine Geschichte zu schreiben.
Es war einmal so beginnen doch alle Märchen. Doch in unsrem Fall war es kein Märchen sondern wir erhielten im April 1994 die Erstausgabe der LOMAX-NACHRICHTEN und als Anlage die erste Einladung zu einem Lomax-Treffen. Das Nachrichtenblatt wurde von uns damals wie auch heute sofort an einem ruhigen Ort oder Örtchen verschlungen. Den Vertrieb und die Redaktion übernahm aus eigenem Interesse der Klaus Schumann aus Delmenhorst. Doch unsere ganze Aufmerksamkeit galt der Einladung vom Claus Hörnig zum ersten Lomax-Treffen vom 17. bis 19. Juni 1994 in Runkel an der Lahn. Für alle die noch nicht wissen Claus Hörnig hatte den Bausatz von der Insel geholt und für den Deutschen TÜV Zulassungsfähig gemacht. Bei meiner Rose und mir gab es von Anfang an keine Diskussion ob wir fahren oder nicht, denn wir wollten schon sehen wie viel zu dem Treffen kamen oder ob wir alleine sind mit unserem Virus LOMAX. Die Wochen und Tage wollten nicht vergehen aber zu letzt kam das Treffen immer näher, langsam aber mit schwäbischer Ruhe wurde die Lomax bepackt mit Zelt, Lumas, und was man sonst noch benötigt um auf einem Campingplatz zu übernachten.
Freitag wurde die gepackte Lomax aus der Garage geholt die restlichen wichtigen Dinge verstaut wie der Atlas, Wegbeschreibung , Kompass, Wein für die hoffendlichen gemütlichen Abendstunden und natürlich durfte ich meine Rose nicht vergessen. Auf der ganzen Fahrt wurde heftig diskutiert wie es wohl auf solch einem Treffen sein wird junge oder alte Leute, reiche oder arme, schöne oder weniger schöne Lomaxe, nette oder weniger nette Lomaxfahrer oder gab es auch Lomaxfahrerinnen?. Die Fahrt war soweit ich mich erinnern kann regenfrei mit mehr oder weniger Sonnenschein. In Runkel auf dem Campingplatz angekommen waren wir ganz aus dem Häuschen die Lage war super die Sonne schien und es war sogar ein Lomax auf dem Platz (der vom Claus). War es doch ein Reinfall oder sind wir nur zu früh angekommen? Auf jedenfalls wurden wir vom Claus und seiner Carmen auf des herzlichste Begrüßt. Während ich das Zelt aufbaute hörte man schon von weitem, dass ein Lomax im Anflug war sofort wurde das Zelt zur Nebensache denn ich wollte genau sehen wer oder was auf das Treffen kam und ich hatte Recht behalten ein roter Lomax kam auf das Gelände gefahren. Ich glaube es war der Klaus Schumann aber kann es nicht mit Sicherheit sagen. Was ich aber zu hundert Prozent sagen kann ist dass die Lomaxe jetzt in Scharen kamen rote, grüne, gelbe, weiße und sogar noch einer mit seiner originalen Grundierung fanden sich auf dem Platz ein insgesamt so ca. 20 Fahrzeuge. Es wurde eine freundliche Begrüßung doch was geschah jetzt? Die Begrüßung wurde nach und nach unterbrochen und stattdessen wurden die Motorhauben von den Fahrzeugen gerissen und man hörte nur noch technisches. Für meine Rose musste es entsetzlich gewesen sein denn es hörte sich wie Chinesisch an unter anderem hörte Sie Wörter wie Vor und Nachspur, Vergaservereisung, Früh und Spätzündung und fast immer das Wort Öltemperatur. Ich weis bis heute nicht wann und wie ich mein Zelt aufgestellt habe, denn am ganzen Nachmittag wurden alle Lomaxe begrüßt und von allen ganz genau unter die Lupe genommen. Wenn ich so darüber nachdenke hat es sich in all den Jahren nicht verbessert obwohl ich bereits einige Lomaxe nunmehr 10 Jahre kenne. Irgendwann so gegen Abend wurden wir dann von den Lomaxen weggezerrt und wir mussten uns zum Abendessen bei Steck und Würstchen mit Kartoffelsalat im Bistro einfinden. Der Abend war gefüllt von Wie oder Was hast Du an deinem Lomax gemacht. Nach einem großen Schlummertrunk verzogen sich alle nach und nach in ihre Zelte.
Am nächsten Morgen die Augen noch halb auf oder zu hörte man schon die ersten Fragen ist der Auspuff selber gemacht? Nach dem Frühstück wurden die technischen Gespräche sofort wieder in Gang gesetzt um ja nicht den Anschluss zu verlieren. Meine Rose hat sich derweil bei herrlichem Sonnenschein ein Plätzchen etwas Abseits gesichert um ja nicht unter die Räder zu kommen. Pünktlich um 12.30 Uhr ging es los die erste Lomaxausfahrt konnte beginnen alle wollten mit unter der Führung vom Claus ging es in mehr oder weniger geordnet zum Start. Es wurde eine herrliche Ausfahrt und der Höhepunkt war an diesem Mittag der Besuch des Automobilmuseum in Eppstein. Wäre es möglich gewesen so hätten die technischen Gespräche auch während der Fahrt nicht aufgehört doch so begnügten sich jetzt viele mit der Aufgabe doch noch ein paar Fotos zu machen. Am Abend gab es dann im Bistro einem guten schmackhaften Fleischtopf mit reichlich technischem Geplänkel. Auch dieser Abend wurde dazu genutzt um nicht allzu bald in die Zelte zu gehen, denn der mitgebrachte Rotwein wurde dazu verwendet um bei meiner Rose doch noch etwas gut Wetter zu machen.
Sonntagmorgen man mag es kaum glauben hörte man wieder von allen Richtungen die bekannten Fragen wie, wo, und was für eine Schraube hast Du für was verwendet. Auch ich gesellte mich wieder unter die Schrauber und versuchte so gut es ging all die Fragen zu beantworten die mir gestellt wurden. Bis heute glaube ich, dass ich das Zelt abgebaut habe doch meine Rose behauptet bis heute mit ihrem schwäbischen Dickkopf das Gegenteil. Somit war das erste Threewheeler-Treffen zu Ende und bei herrlichem Sonnenschein machte sich nach und nach jeder auf den Heimweg jedoch nicht ohne das gewisse Lächeln im Gesicht und mit den Worten „ Bis zum nächsten Treffen.
Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass es nunmehr 10 Jahre schon die Lomax-Nachrichten bzw. den Lomax Club gibt. In all den Jahren wurden wir bei allen Treffen auf das herzlichste aufgenommen und es wurden tolle Freundschaften geschlossen. Es ist unerheblich ob man in den Norden oder ins tiefste Bayern fährt man fühlt sich wie zu Hause in der Lomaxgemeinde. Auch sei an dieser Stelle ein Dank an alle genervten Frauen die uns Männer erlauben dieses einzigartige Hobby ausführen zu dürfen. Es sollte auch an dieser Stelle erwähnt werden, dass es ohne den persönlichen Einsatz vieler Lomaxfahrer keine Treffen, keine Lomax-Nachrichten und keinen Lomax-Club geben würde. In diesem Sinne verabschieden wir uns bis zum nächsten Treffen.
Thomas und Rose von der Alb
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