Mit dem Lomax kannst Du was erleben!
Und hier findet Ihr die Berichte über unsere Ausflüge!
Eine Sammlung von Bildern über die Treffen findet Ihr unten.






  Datum: 2003-06-17
Erstes Schwäbisches Threewheeler Treffen

Am Anfang sah es so aus, als stünde dieses Treffen unter keinen guten Stern.
Fast eine Woche habe ich dazu gebraucht meinen Lomax so zum Laufen zu bringen, dass ich beim Ersten Schwäbischen Threewheelertreffen teilnehmen kann. Na ja, ich habs einigermaßen geschafft!

Freitag gegen 19.00 Uhr bin ich eingetroffen. Natürlich nicht als Erster. Z.B. waren schon der Wolfgang und Elisabeth Schaible da und auch schon Mathijs und Magret Verdonck die viele ja schon aus den letzten ’Lomax-Nachrichten’ kennen.

Ich kam grade richtig zum Essen wo alle schon am Tisch saßen. Nach dem Essen gingen wir alle noch raus zum Lagerfeuer und ratschten was das Zeug hielt. Am späten Abend rief mich mein Bruder Hans noch am, dass er und mein Spezl Werner morgen zur Rallye da sein werden. Super!

Nach dem Frühstück am nächsten Tag sind beide dann tatsächlich eingetrudelt. Es war die Jungfernfahrt mit dem Guzzi Motor im Lomax. Des weiteren ist mindestens noch der Pascal mit seinem Burton eingetroffen. Insgesamt waren wir dann 14 Fahrzeuge, davon 4 Burton, ein JZR und eine Service-Sonderaufgaben-Kamera-Ente.

Die Rallye konnte also beginnen! Gleich am Anfang stand da Thomas Frau Rose mit einer Sonderprüfung die (fast) alle leicht erledigen konnten. Man musste Führer- und Fahrzeugschein, sowie den Verbandskasten –der später noch eine entscheidende Rolle spielen sollte- vorzeigen. Kein Problem, ab in die Dörfer und Aufgaben lösen! Es wurde nach Getränkeabfüllern gefragt, oder welches Gewerbe eine gewisse Heidi in einem bestimmten Ort betreibt. Die allermeisten Fragen konnten beantwortet werden, man musste nur die richtigen Leute fragen und nicht irgendwelche fiesen Omas die einem einen Bären aufbinden, gell Pascal! Und abgeschaut hat natürlich auch keiner, Ehrenwort!

Zwischendurch waren immer schöne Sonderprüfungen. Z.B. wurde 5 Meter vor dem Fahrzeug eine Pylone aufgestellt und es mussten Fahrer und Beifahrer die in Auto saßen so schnell wie möglich aussteigen, um die Pylone laufen und mit getauschten Plätzen wieder einsteigen. Die Zeit wurde von dem Sonderprüfer Peter gestoppt und notiert. Außerdem gab es das ‚Reservereifen Weitwerfen’. Den Rekord hält übrigens Alexander Bopp mit über 8,50 Metern!
Eine weitere Aufgabe bestand darin, in einer Kiste in die man greifen musste, verschiedene Dinge zu erkennen. Taschenlampe, Schweißerbrille, einige andere Sachen, u.a. ein Teil das man nicht mal kannte wenn man es angeschaut hat. Den Namen hab ich auch schon wieder vergessen.

Geschicklichkeitsprüfungen wie rückwärts rangieren ohne jemanden zusammen zu fahren, ein auf der Motorhaube stehendes, randvolles Glas Wasser über min. hundert Meter :-) schlechter Strasse zu balancieren ohne einen Tropfen zu verschütten, seinen Beifahrer und sich selbst möglichst kunstvoll mit dem Verbandszeug zu verbinden und an einer bestimmten Tankstelle genau für 5,55 Euro zu tanken und als Beweis den Beleg mit zu bringen.
Dazu gibt’s noch ne nette Geschichte: Als ich die 5,55 Euro tankte und an die Kasse zum zahlen ging sagte doch die nette Kassiererin „....die tanken alle für 5,55 Euro!?“ Darauf ich: „ Wir haben alle das gleich Auto und haben alle vor der Rallye vollgetankt, wir sind alle die selbe Strecke gefahren und haben deshalb also alle genau den gleichen Verbrauch.“ Diese Erklärung hat sie scheinbar akzeptiert und als sie mir das Wechselgeld rausgab sagte sie plötzlich: „ ...und eine Quittung brauchen sie, wie die anderen, bestimmt auch!“ Ich: „Ja bitte, wir sind alle selbstständig und können das von der Steuer absetzen.“

Die Rallye führte uns auch am Blautopf vorbei. Das ist ein irre langes Höhlensystem und an einer Stelle tritt das Wasser in einem großen Quellteich aus. Dieser Teich hat ein derartiges Blau, dass man denken könnte, da wirft einer ständig Badekugeln nach! Um den Blautopf herum haben die seinerzeit ein wunderschönes Kloster gebaut. Wirklich sehenswert das alles.

Am Ende der Rallye trafen wir uns alle in einem Schützenheim wo es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen gab. Als Drago zum vierten Mal zum Kuchenbuffet ging um seinen Teller voll zu schaufeln, sagte er zu seiner Entschuldigung: „Der ist so schlecht, der muss vernichtet werden!“ :-)

Anschließend machten wir alle zusammen noch eine kleine Ausfahrt. Es musste etwas improvisiert werden, weil wir eine dicke Gewitterwolke umfahren mussten. Die Strecke wurde kurzerhand geändert, was aber wurst war, weil es da eh überall schön ist.

So 2 Stunden später kamen wir relativ trocken wieder in unserem Hauptquartier an wo es auch schon bald ein richtig gutes Essen gab. Natürlich mit Spätzle!

Nach dem Essen ein kurzer Plausch und dann die Siegerehrung. Alle bekamen eine Siegerurkunde und eine sehr praktische Fettdose die Thomas und Alexander gebaut haben. Das ist eine Aludose mit Schraubverschluss in der ein Loch ist. Wenn man diese Dose mit Fett füllt und dann den Deckel zuschraubt kommt durch das Loch immer eine genau zu portionierende Menge Fett raus. Ist echt praktisch und sauber, ich habs schon ausprobiert!

Die drei Ersten bekamen sogar noch einen Pokal! Dritter wurde Andreas Rau auf Burton in Blau, einen hervorragenden zweiten Platz belegte Pascal und Dragan ebenfalls auf Burton aber in Silber und den Ersten Platz staubten doch tatsächlich Werner und ich auf Lomax 224 in Silber ab!!! Ich kann es immer noch nicht fassen!

Wir haben uns alle sehr über die Preise gefreut und anschließend am Lagerfeuer mit Klängen aus Mathijs Mundharmonika, besonders Pascals zweiten Platz, lange gefeiert.
Seeeeeeehr lange!

Am Sonntagvormittag löste sich nach ausgiebiger Verabschiedung langsam alles auf. Ich habe mich an die Holländer angeschlossen, weil die weiterfuhren Richtung Österreich.
Knapp 2 Stunden später war ich zu Hause.

Lieber Thomas, Rose, Alexander und Melanie und natürlich auch den Helfern, von denen ich nur den Namen von Peter und Lothar weiß, vielen Dank im Namen aller für dieses wunderschöne Wochenende und die viele Arbeit die ihr investiert habt! Solltet ihr nächstes Jahr das Zweite Schwäbische Threewheeler Treffen ausrichten, bin ich wieder gerne dabei. Einer muss ja dafür sorgen, dass der Pascal wieder einen Zweiten Platz macht! :-)


Manfred Schmid